Die wichtigsten Backsteingebäude Stralsunds

Überall innerhalb der Stadtmauern finden Sie die Spuren der Backsteingotik: in den mächtigen Pfarrkirchen, dem imposanten Rathaus, den Klöstern und den prächtigen Bürgerhäusern. Auf den folgenden Seiten begleiten wir Sie auf den Wegen der europäischen Backsteinroute und bringen Ihnen den Ursprung und die noch heute erhaltenen Spuren der Backsteingotik ein Stück näher.  

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Das Rathaus

Rathaus Stralsund

Das Stralsunder Rathaus zählt zu den schönsten Profanbauten der norddeutschen Backsteingotik. Seine Ursprünge reichen in das 13.Jh. zurück. Die Fassade des Rathauses bildet zusammen mit der Nikolaikirche eines der prächtigsten Stadtbilder überhaupt.

Der einst aus zwei parallel zueinander liegenden Langhäusern bestehende Gebäudekomplex wurde zunächst überwiegend als "Kophus", d.h. als Kaufhaus, genutzt. Im Innenhof befanden sich links und rechts Kramerläden und Verkaufsstände. Desgleichen auch im sogenannten Buttergang, der von der Ossenreyerstraße durch das Rathaus zum Hauptportal der Nikolaikirche führt. Die repräsentative nördliche Schmuckwand des Gebäudes wurde um 1370 errichtet und erinnert mit ihren Wappen von Lüneburg und Bremen an der Ostwand, sowie von Hamburg, Lübeck, Wismar, Rostock, Stralsund und Greifswald an die Zeit der mächtigen Hanse. Diese dekorative Schauwand ließ das Rathaus zu einem Wahrzeichen Stralsunds werden. Auch heute noch werden hier die Geschicke der Stadt gelenkt. Das Gebäude wurde in den Jahren 2001-2004 umfassend saniert.

Rathaus , Alter Markt
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